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DIE LEBENSGESCHICHTE DER D.E.S. BERGEDORF

In den Jahren 1952 bis 1962 wurden von der HADAG 28 Fährschiffe des Typs II und III bei verschiedenen Werften in Hamburg in Auftrag gegeben. Sie prägten das Bild des Hamburger Hafens über Jahrzehnte. Die meisten Fährschiffe erhielten einen dieselelektrischen Antrieb, der wegen der schnellen Umsteuerbarkeit der E-Motoren eine gute Manövriereigenschaft garantierte. Heute kommen für derartige Schiffe Verstellpropeller oder Pods zum Einsatz.

Die Schiffe wurden überwiegend für den Personenverkehr im Hamburger Hafen und zu den Werften eingesetzt. An Wochenenden, Feiertagen und außerhalb der Personenbeförderung im Hamburger Hafen sind diese Schiffe auch im Ausflugsverkehr auf der Niederelbe und zu Hafenrundfahrten eingesetzt worden.

Als die Schiffe in Dienst gestellt wurden befand sich eine 4-köpfige Besatzung, bestehend aus Schiffsführer, Maschinist und 2 Decksleuten an Bord.
Infolge von Kosteneinsparungen wurden die Schiffe nachträglich mit einer Maschinenüberwachung ausgerüstet, sodass der Maschinist eingespart werden konnte.
Später wurde dann auch ein Decksmann eingespart, sodass die Schiffe zuletzt mit einer 2-Mann-Besatzung gefahren wurden.

Ende der 70er Jahre wurden die ersten Schiffe ausgemustert, d. h. sie wurden verkauft oder verschrottet.
Heute hat die HADAG noch 1 Schiff des Typs III, die KIRCHDORF, in Fahrt.

Die von der HADAG verkauften Schiffe trifft man auf der ganzen Welt. So ist z.B. die ex „NIENDORF“ in den Niederlanden im Einsatz. Die ex „REEPERBAHN“ fährt in St. Petersburg. Mehrere Schiffe sind im Hafen von Lissabon als Fährschiffe eingesetzt, weitere Schiffe wurden nach Israel und Cypern verkauft.

Die „BERGEDORF“ ist das letzte bei der HADAG in Fahrt befindliche Schiff vom Typ IIIb gewesen und wurde am 01. September 1997 vom neuen Eigner Just Kleinhuis für den Museumshafenverein Oevelgönne übernommen.

Nach einer gründlichen Werftüberholung und dem Einbau eines Cafés ist die “BERGEDORF” am 07. Dezember 1997 zum Museumshafen verholt worden.

Die „BERGEDORF“ soll als voll funktionsfähiges Museumsschiff in Fahrt bleiben. Um die Fahrterlaubnis für das Schiff aufrechtzuerhalten, sind in festgelegten Zeitabständen die einzelnen Maschinen und auch das Schiff der SUK (vergleichbar mit dem TÜV für Kraftfahrzeuge) vorzuführen. Wie bei einem Kraftfahrzeug müssen auch alle Änderungen am Schiff, wie z. B. der Einbau des Speisenaufzugs oder des Fettabscheiders genehmigt und abgenommen werden.

Alle Arbeiten, die zur Aufrechterhaltung des fahrfähigen Schiffsbetriebs durchgeführt werden müssen, sowie die anfallenden Reparaturen und Wartungsarbeiten, werden von Mitgliedern des Museumshafenvereins ehrenamtlich getätigt.

D.E.S „BERGEDORF“ – in Kürze

  • Technische Daten: Schiffstyp HADAG Fährschiff Typ IIIb Baunummer 839
  • Bauwerft H. C. Stülcken Sohn – Hamburg
  • Baujahr 1954 / 1955
  • Baumaterial Stahl/Rundspant genietet
  • Jahr der Restaurierung 1997
  • Länge 30,10 m
  • Breite 7,50 m
  • Tiefgang 3,18 m
  • Gewicht 266 t
  • Passagiere 607 im Hafen
  • 489 bis Glückstadt
  • 367 bis Cuxhaven
  • Hauptmaschine 380 PS – 500 UPM
  • Elektroantrieb 240 kW – 400 V Gleichstrom
  • Hafengenerator 17,5 PS – 1.100 UPM
  • Propellermotor 300 PS – 1.250 UPM
  • Propeller linksdrehend – 2,15 m
  • Stromversorgung 110 V Gleichstrom
  • Eigner Familie Kleinhuis
  • Heimathafen Hamburg – Oevelgönne

AUSFAHRTEN & EVENTS

Liebe Gäste,
aufgrund der aktuellen Situation und der Absage des Hafengeburtstags können wir leider noch nicht sagen, wann die Alte Dame wieder auf große Fahrt gehen wird.

Wir informieren Sie hier, sobald es etwas Neues gibt und wir hoffen, dass wir spätestens zum Jahreswechsel wieder auslaufen können.

Sie haben Fragen?

Dann rufen Sie uns an unter 040 / 35 90 67 03

oder schicken Sie uns eine Email an museumshafencafe@web.de

DE OLE „BERGEDORF“ IS’N RESTAURANT

De nächste Fährstation is de Museumshoben Övelgönne, wo de Iisbrecker „Stettin“, dat oole Füerschipp „Elbe 3“ un ook dat freuhere Hadag-Schipp „Bergedorf“ to seh’n sünd. Hier is’n Restaurant binnen, wo man fein to Mittag eeten oder Kaffee un Koken geneeten kann. Sowat is an Land natürlich ook meuglich, wo dicht an Stroot un Woter noch veele oole Hüser stoht, in de freuer, as dat noch ruhig un idyllisch weur, pangschoneerte Lotsen wohnt hebbt. In uns’ Tied heuert man bannig dann’ Larm vun anner Siet ut’n Container-Hoben. Spaziert man noch’n Stück wieder, kummt man bi dann’ „oolen Schweden“ an, een groten Felsblock, dann man bi’t Baggern ut de Elv ruthoolt un 1999 hier upstellt hett. Geologen hebbt em ünnersocht un meent, dat he woll Twee- bet Dreehunnertdusend Johr old un üm un bi vör twindigdusend Johr mit dat Gletscheriis ut Skandinavien hierher wandert is. De Steen is öber dree Meter hoch un wiggt 217 Tonnen.

aus der Zeitung „De Latücht“ (die Laterne)